Letzte Aktualisierung: 19. April 2021

Pressemitteilung

Bayerische M+E Industrie erzielt Tarifabschluss / Renkhoff-Mücke: „Fairer Kompromiss dank automatischer Differenzierung, langer Laufzeit und tragbarer Kostenbelastung“

19.04.2021 - München

Der vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. und die IG Metall Bayern haben in ihrer heutigen Tarifverhandlung die Übernahme des am 30. März 2021 in Nordrhein-Westfalen erzielten Tarifabschlusses für Bayern beschlossen.

Angelique Renkhoff-Mücke, vbm Verhandlungsführerin, kommentiert:

„Wir haben heute einen für beide Seiten tragfähigen Abschluss in Bayern erzielt. Eine schwierige und lange Phase der Unsicherheit für die Unternehmen konnte mit der heutigen Übernahme des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen beendet werden. Die Tarifverhandlungen standen im Zeichen der Corona-Krise, die uns noch länger begleiten wird. Daher sind wir froh, dass der Abschluss dieser außergewöhnlichen Situation Rechnung trägt und keine tabellenwirksamen Belastungen während der gesamten Laufzeit von 21 Monaten enthält.

Gleichzeitig zeigt die Corona-Beihilfe in Höhe von 500 Euro die hohe Wertschätzung der Arbeitgeber für die engagierte Arbeit und die herausragenden Leistungen der Beschäftigten unter Corona-Bedingungen. Mit dem Transformationsgeld, dass erstmals im Februar 2022 zur Auszahlung kommt, erhalten die Beschäftigten eine neue tarifdynamische Einmalzahlung. Als besonderen Erfolg und zukunftsgerichtete tarifpolitische Weichenstellung sehen wir die automatische Differenzierung des T-ZUG (B) für krisenbetroffene Unternehmen im Kalenderjahr 2021. Die Vereinbarung ermöglicht es Unternehmen, bei Vorliegen einer schwierigen wirtschaftlichen Situation die Tarifkosten einseitig zu reduzieren. Das trägt der großen Heterogenität der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen Rechnung. Für das Tarifgebiet Bayern haben wir einen eigenen tariflichen Rahmen für die Zukunftstarifverträge abgeschlossen.

Die Regelungen sind freiwillig und starten immer auf Ebene des Betriebs ohne Eingriff der Gewerkschaften in die unternehmerische Leitung. Das ist aus unserer Sicht eine gute Option, die Zukunft der Betriebe gemeinsam zu gestalten. Mit den neuen Regeln für Dual Studierende unterstreichen wir die Attraktivität eines dualen Studiums für Studierende und Unternehmen.“


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Tobias Rademacher

Presse / Öffentlichkeitsarbeit

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