Letzte Aktualisierung: 08. September 2021

Pressemitteilung

Erholungskurs in der Metall- und Elektro-Industrie setzt sich fort Brossardt: „Materialmangel und Fachkräfte bleiben Sorgenkinder“

08.09.2021 - München

Der konjunkturelle Aufholprozess der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie hat sich auch im zweiten Quartal 2021 weiter fortgesetzt. „Aber das Vorkrisenniveau von 2019 wurde noch nicht erreicht und vom Vorrezessionsniveau von 2018 ist die Produktion noch weit entfernt. Das große Sorgenkind bleibt weiterhin der massive Mangel an Material und Vorprodukten, der dafür sorgt, dass die Produktion nicht mit der Nachfrage mithalten kann und sonst noch höher liegen könnte“, erläutert Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm.

Die Entwicklungen in den einzelnen M+E Branchen waren im zweiten Quartal durchweg positiv. Dabei stieg die Produktion um zwei Prozent gegenüber dem ersten Quartal und um 32,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Am stärksten im Vergleich zum Vorjahr legten mit 66 Prozent die Kraftwagenhersteller und Zulieferer zu. Auch die Exporte stiegen im zweiten Quartal weiter an. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten auch hier Kraftwagen und Kraftwagenteile mit einem Plus von mehr als 90 Prozent sowie Metallerzeugnisse mit mehr als 37 Prozent starke Zuwächse. „Die Weltwirtschaft erholt sich insgesamt relativ rasch vom Corona-Einbruch“, resümiert Brossardt.

Die Anzahl der Beschäftigten in der bayerischen M+E Industrie nahm zum ersten Mal seit Mitte 2019 im Mai und Juni wieder zu. Gleichzeitig lag die Beschäftigung im zweiten Quartal noch unter dem Vorquartal. „Der negative Trend konnte durchbrochen werden. Erfreulich sind zudem die zuletzt massiv ansteigenden Beschäftigungspläne der Unternehmen, vor allem in der Elektronikindustrie und im Maschinenbau. Gleichzeitig wird der Fachkräftemangel mit zunehmender Überwindung der Corona-Krise wieder virulent“, erklärt Brossardt. Gegenüber dem Vorjahresquartal reduzierte sich auch die Anzahl der Unternehmen, die auf Kurzarbeit zurückgreifen, um rund 52 Prozentpunkte. Gleichzeitig rechnen mehr als 17 Prozent der Betriebe in den kommenden Monaten weiterhin mit Kurzarbeit.

„Insgesamt gehen wir zuversichtlich in die kommenden Monate. Wichtig wird sein, dass sich einerseits die Lieferproblematik löst und die Pandemie soweit im Griff bleibt, dass weitere Einschränkungen oder gar Schließungen verhindert werden können. Eine noch stärkere Inanspruchnahme des Impfangebots ist hierfür extrem wichtig“, appelliert Brossardt abschließend.

Den vollständigen M+E Konjunkturreport 03/2021 finden Sie unter:
https://www.baymevbm.de/baymevbm/ServiceCenter/Zahlen-Benchmark-Konjunktur/Konjunktur/M-E-Konjunkturreport.jsp


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