Letzte Aktualisierung: 08. Januar 2021

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Neues bei steuerlichen Investitionsabzugsbeträgen

Investitionsabzugsbeträge nach § 7g EStG sind grundsätzlich bis zum Ende des dritten auf das Wirtschaftsjahr des jeweiligen Abzugs folgenden Wirtschaftsjahres zu verwenden. Andernfalls sind sie rückgängig zu machen.

An sich 2020 auslaufende Fristen um ein Jahr verlängert

Für Fälle, in denen die dreijährige Investitionsfrist 2020 ausgelaufen ist, wurde mit dem Jahressteuergesetz 2020 die Frist auf vier Jahre verlängert. Die Investition kann also ohne negative steuerliche Folgen auch noch in 2021 getätigt werden.

Unternehmen, die mit Abzugsbeträgen für Investitionen vorgesorgt hatten, aber aufgrund der zwischenzeitlichen Entwicklung am Einsatz der Mittel gehindert wurden, erhalten so die Möglichkeit Investtionen steuerunschädlich nachzuholen. Ansonsten drohende negativen Folge - Rückgängigmachung, Verzinsung der Steuernachforderung - können für den in eine begünstigte Verwendung fließenden Betrag vermieden werden.

Anwendungsbedingungen überarbeitet

Unabhängig von der Fristverlängerung wurden die Bedingungen, unter denen der Abzugsbetrag eingesetzt werden kann, weiterentwickelt.

  • Die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Abzugsbetrages wurden für alle Branchen und Gewinnermittlungsarten ab 2021 vereinheitlicht. Die Gewinnermittlungsgrenze wurde einheitlich auf 200.000 Euro gesetzt.
  • Die Begünstigung umfasst nicht mehr nur selbstgenutzte, sondern auch vermietete Wirtschaftsgüter.
  • Statt bisher 40 Prozent können jetzt 50 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gewinnmindernd abgezogen werden.

Da am §7g EStG im Detail noch weitere Änderungen vorgenommen wurden, empfiehlt es sich, den Umgang mit Investitionsabzügen neu mit dem Steuerberater abzuklären.


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Dr. Benedikt Rüchardt

Steuern, Finanzen, Landesentwicklung, Wirtschaft und Kommunalwirtschaft

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Benedikt Rüchardt
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