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Beschäftigungsbedingungen international

Aktuell 351 Einträge (Stand 26.09.2021)

Jedes zweite Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie hat derzeit einen oder mehrere Standorte im Ausland. Die weltweite wirtschaftliche Verflechtung gehört zu den wichtigsten Erfolgsstrategien der Unternehmen am Standort Bayern. Das verlangt von Unternehmern und Personalverantwortlichen einen aktuellen Überblick über die Entwicklung der Beschäftigungsbedingungen weltweit. Unsere Datenbank Beschäftigungsbedingungen international bietet Ihnen die jüngsten arbeitsrechtlichen, sozialpolitischen und tarifpolitischen Meldungen aus über 60 Ländern auf einen Blick.

Land

Land

Rumänien

Jahr

2018

Änderungen bei Besteuerung und Sozialabgaben



In Rumänien sind zum 01.01.2018 umfangreiche Änderungen der Steuervorschriften und der Bestimmungen zu den Sozialabgaben in Kraft getreten.

Der Einkommensteuersatz wurde zum Jahresbeginn 2018 von bislang 16 auf zehn Prozent (flat tax) gesenkt. Dieser Steuersatz ist künftig auf Lohnzahlungen, Renten, Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit, Kapitalerträge, Einkünfte aus Vermietung etc. gleichermaßen anzuwenden.

Um noch als Mikrounternehmen im steuerrechtlichen Sinne zu gelten, können Unternehmen künftig einen Jahresumsatz von bis zu einer Million EUR erwirtschaften. Bislang galt ein Schwellenwert von 500.000 EUR. Ferner sind Unternehmen aus dem Bank- und Versicherungswesen, dem Bereich der Erdöl- und Erdgasförderung sowie solche, die Beratungs- und Managementdienstleistungen erbringen, nicht mehr aus dem Steuerregime für Mikrounternehmen ausgeschlossen. Unternehmen mit einem Satzungskapital von über 45.000 Leu (ca. 9.700 EUR) haben künftig nicht mehr die Möglichkeit, sich für die übliche Körperschaftsteuer zu entscheiden. Die Steuersätze für die Mikrounternehmensbesteuerung bleiben unverändert: drei Prozent für Mikrounternehmen ohne angestellte Mitarbeiter, ein Prozent für Mikrounternehmen mit mindestens einem Angestellten. Auch ist die bisherige Bestimmung, wonach maximal 20 Prozent des Umsatzes eines Mikrounternehmens aus Beratertätigkeit stammen dürfen, entfallen. Zu beachten ist, dass Mikrounternehmen ihre Betriebsausgaben nicht von der Steuer absetzen können.

Ab 2018 sind bei nichtselbständiger Arbeit folgende Sozialabgaben abzuführen:

- vom Arbeitnehmer zu tragen:

· Rentenversicherungsbeitrag in Höhe von 25 Prozent,
· Krankheitsversicherungsbeitrag in Höhe von zehn Prozent,

    - vom Arbeitgeber zu tragen:
      · Arbeitsversicherungsbeitrag (Arbeitslosigkeit, Berufskrankheit etc.) in Höhe von 2,25 Prozent und
      · zusätzlicher Rentenversicherungsbeitrag in Höhe von vier oder acht Prozent bei besonderen Arbeitsbedingungen.

      Es sind auch Änderungen bei der Körperschaftsteuer zu beachten, vor allem die Einschränkung der Absetzbarkeit von Finanzierungskosten in bestimmten Fällen sowie eine Bestimmung, wonach Steuerbehörden bestimmte Steuerarrangements außer Acht lassen können (Anti-Missbrauchsregel).

      Die Novelle setzt die Richtlinie (EU) 2016/1164 vom 12.07.2016 mit Vorschriften zur Bekämpfung von Steuervermeidungspraktiken mit unmittelbaren Auswirkungen auf das Funktionieren des Binnenmarkts um.

      Quelle: gtai-Rechtsnews, Januar 2018.

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      Julius Jacoby

      Arbeitsrecht, Wirtschaftsrecht, Internationales Recht

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