Header_lokales_recht_938x160

Beschäftigungsbedingungen international

Aktuell 351 Einträge (Stand 26.09.2021)

Jedes zweite Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie hat derzeit einen oder mehrere Standorte im Ausland. Die weltweite wirtschaftliche Verflechtung gehört zu den wichtigsten Erfolgsstrategien der Unternehmen am Standort Bayern. Das verlangt von Unternehmern und Personalverantwortlichen einen aktuellen Überblick über die Entwicklung der Beschäftigungsbedingungen weltweit. Unsere Datenbank Beschäftigungsbedingungen international bietet Ihnen die jüngsten arbeitsrechtlichen, sozialpolitischen und tarifpolitischen Meldungen aus über 60 Ländern auf einen Blick.

Land

Land

Slowenien

Jahr

2020

Änderungen bei Elternurlaub und familienbezogenen Leistungen

Seite 44 von 67



Am 18.12.2019 hat die slowenische Nationalversammlung (Državni zbor) ein Gesetz verabschiedet, das mehrere Änderungen der Elternurlaubsbestimmungen und von anderen familienbezogenen Leistungen beinhaltet. Das neue Gesetz zielt darauf ab, den sozioökonomischen Status von arbeitslosen Müttern und Studentenfamilien zu verbessern, das Kindergeld zu erhöhen und die Situation von Familien mit Kindern zu verbessern, die besondere Fürsorge und Betreuung benötigen. Die Gesetzesänderungen sind bereits zum 01.01.2020 in Kraft getreten.

Für Väter von Zwillingen oder bei anderen Mehrlingsgeburten verlängert sich der Vaterschaftsurlaub für jedes weitere Kind um jeweils zehn Tage. Zudem wird die Geburtsbeihilfe (pomoè ob rojstvu) für Kinder, die am oder nach dem 01.01.2021 geboren werden, wird zudem auf 350 EUR angehoben (aktuell: 286,72 EUR).

Pflegepersonen haben ebenfalls Anspruch auf einen Elternurlaub von bis zu 30 Tagen, wenn ein Kind in eine Pflegefamilie aufgenommen wird, das das erste Schuljahr noch nicht abgeschlossen hat.

Um die slowenischen Rechtsvorschriften an die Richtlinie (EU) 2011/98 anzupassen, sind die Ansprüche auf Familienleistungen an den Wohnsitz oder den vorübergehenden Aufenthalt eines Elternteils und/oder Kindes gebunden und nicht mehr ausschließlich an den ständigen Wohnsitz.

Darüber hinaus werden das Elterngeld und das Mindestentgelt für Mutterschaft, Vaterschaft und Elterngeld auf das Niveau des Mindestgrundeinkommens (402,18 EUR) für Kinder angehoben, die am oder nach dem 01.01.2021 geboren werden. Die Leistungen werden aber nicht vereinheitlicht.

Vollzeitmütter haben weiter einen Anspruch für einen Zeitraum von bis zu 18 Monaten auf eine Tagesentschädigung nach der in Artikel 43 Absatz 1, 2 oder 3 und Artikel 46 des Gesetzes genannten Berechnungsgrundlage. Sie benötigen dafür eine Bescheinigung des Kinderarztes zum Zeitpunkt der Stillpause (für die Berechnung des Kindergeldes wird die gleiche Grundlage wie für die Berechnung des Kindergeldes für Mütter/Väter/Eltern zugrunde gelegt).

Quelle: Slowenische Regierung (Gov.si).

Kontakt
Kontakt

Julius Jacoby

Arbeitsrecht, Wirtschaftsrecht, Internationales Recht

+49 (0)89-551 78-233
Julius Jacoby
Nach oben