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07.07.26 | Pressemitteilung

Hubert Aiwanger und Bertram Brossardt: „Der Einstieg in die Verteidigungsbranche bietet gute Chancen für die bayerische Industrie“

Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) haben bei einer gemeinsamen Veranstaltung die Unternehmen der bayerischen M+E-Industrie über die Chancen und die Herausforderungen beim Eintritt in die Verteidigungsbranche informiert.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm: „Die Verteidigungsbranche bietet gute Absatzchancen für viele Industrieunternehmen – insbesondere aus der M+E-Branche. Die Rüstungsindustrie steht vor der Herausforderung, ihre Kapazitäten bis 2035 zu verachtfachen. Die M+E-Branche verfügt wie keine andere über das Wissen, wie man Stückzahlen durch Automatisierung und Skalierung erhöht. Aus diesem Grund unterstützen wir unsere bayme vbm Mitgliedsunternehmen mit zahlreichen Maßnahmen und Services beim Einstieg in die Verteidigungsbranche.“

Die Herausforderungen beim Einstieg in die Verteidigungsbranche fasst Bertram Brossardt dabei wie folgt zusammen: „Die Rüstungsbranche zeichnet sich durch eine Reihe von branchenspezifischen Anforderungen aus: Die häufig anspruchsvollen Anforderungen des öffentlichen Preisrechts, teils langwierige Sicherheitsüberprüfungen oder besondere Voraussetzungen für die Zulassungen der Produkte. Der Einstieg ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Man braucht Geduld. Dort aber, wo man einen Fuß in die Tür bekommt und man das eigene Unternehmen konsequent auf die Anforderungen der Branche einstellt, können lukrative, stabile, verlässliche und langfristige Absatzchancen als Belohnung winken.“ Insgesamt ist es laut Brossardt das Ziel, dass 25 Prozent aller Verteidigungsaufträge nach Bayern fließen.

Hubert Aiwanger, stellvertretender bayerischer Ministerpräsident sowie Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, ergänzt: „Die Lage in Europa hat sich grundlegend verändert. Der Bedarf an moderner Sicherheits- und Verteidigungstechnik wächst. Für die bayerische Industrie liegt darin eine wichtige Chance. Gerade unsere Metall- und Elektrobranche bringt alles mit, was jetzt gebraucht wird: automatisierte Produktion, hohe Qualität und die Möglichkeit, schnell hochzufahren.

Der Einstieg in diesen Markt gelingt aber nicht von heute auf morgen. Das ist ein strategischer Weg, der mit Blick auf Zertifizierungen, Produktionsumstellungen und die entsprechende Ausrichtung im Unternehmen mittelfristig angelegt werden muss.

Wer in den Markt will, sollte sich gut vernetzen. Partnerschaften mit Systemhäusern, Konsortialmodelle oder Matching-Plattformen reduzieren Risiken. Das ist oft der bessere Weg als der Alleingang.

Und am Ende zählt auch die Geschwindigkeit. Wenn Unternehmen investieren wollen, dürfen sie nicht monatelang auf Genehmigungen warten. Deshalb schaffen wir in Bayern die Voraussetzungen dafür, dass Verfahren schneller laufen. Bei Vorhaben zur Entwicklung und Herstellung von Verteidigungsgütern verkürzen wir beispielsweise Fristen im Baurecht und bauen unnötige Hürden, etwa beim Denkmalschutz, ab.“