Vor wenigen Monaten haben die US-Behörden mit der Erstattung der unrechtmäßig erhobenen IEEPA-Zölle begonnen. Nun warnt die US Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP vor Betrugsversuchen.
Wichtige Warnsignale
CBP nennt typische Merkmale verdächtiger Kontakte: Forderungen nach personenbezogenen oder finanziellen Informationen, unerwartete Nachrichten, Zeitdruck sowie auffällige Sprach- oder Rechtschreibfehler sollen Empfänger misstrauisch machen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn vermeintliche CBP-Nachrichten sensible Daten wie Sozialversicherungsnummern, Bankverbindungen oder Passwörter anfordern. Solche Informationen werden laut CBP grundsätzlich nicht per E-Mail oder SMS abgefragt.
Empfehlungen der US-Behörden
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Die Erstattung der IEEPA-Zölle kann nur mittels einer „CAPE Declaration“ beantragt werden, die über das „Automated Commercial Environment“ (ACE) eingereicht werden muss. Unternehmen sollten keine sensiblen Informationen auf anderen Webseiten eingeben, die vorgeben die Rückerstattung zu managen. Gleichzeitig sollten Unternehmen ihren ACE-Account sorgfältig verwalten und darauf achten, dass die dort hinterlegten Informationen korrekt und stets aktuell sind.
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Es wird empfohlen, auf Warnsignale für Phishing zu achten. Bei E-Mails, die angeblich von der CBP stammen und CAPE-Rückerstattungsberichte betreffen, sollte der Absender kontrolliert werden; CBP-E-Mail-Adressen enden auf „@cbp.dhs.gov“. Links und Anhänge unbekannter Herkunft sollten nicht geöffnet werden. Versuche, Druck aufzubauen, sollten Mitarbeitende misstrauisch machen.
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Sensible persönliche oder finanzielle Informationen sollten niemals als Antwort auf E-Mails zu CAPE- oder IEEPA-Rückerstattungsberichten übermittelt werden, außer die E-Mail ist zweifelsfrei von der Behörde.
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Verdächtige E-Mails oder Mitteilungen können an „IEEPAFraud@cbp.dhs.gov“ gemeldet werden. Des Weiteren untersucht das Heimatschutzministerium DHS vermeintliche Betrugsfälle, die dem „Office of the Inspector General“ gemeldet werden. Die Meldung kann
online erfolgen.
Offizielle Informationen zur Rückerstattung
Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP fasst alle offiziellen Informationen zur Rückerstattung der IEEPA-Zölle online zusammen. Dort hinterlegte Informationen werden regelmäßig aktualisiert. Zusätzlich wurde ein Postfach (IEEPARefunds@cbp.dhs.gov) für Fragen zur Rückerstattung der IEEPA-Zölle eingerichtet.