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Autor*in des Beitrags

Christine Völzow

Geschäftsführerin, Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik

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ELAB 2040 – Wertschöpfung und Beschäftigung in der Automobilindustrie

Transformation | Studie | 07/26

ELAB 2040 – Wertschöpfung und Beschäftigung in der Automobilindustrie

Die deutsche und europäische Automobilindustrie steht unter erheblichem Druck. Regulatorische Vorgaben, sich wandelnde Marktbedingungen und der technologische Wandel überlagern sich, während gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts schwindet.

Auswirkungen der Regulierung auf Wertschöpfung und Beschäftigung am Standort

Die Studie ELAB 2040 – Wertschöpfung und Beschäftigung in der Automobilindustrie untersucht, wie sich verschiedene Ausgestaltungsvarianten der EU-Regulierung – auch in Kombination mit weiteren Rahmenbedingungen – auf Wertschöpfung und Beschäftigung in der EU insgesamt und deren Mitgliedstaaten auswirken. Der Fokus liegt dabei nur auf dem Antriebsstrang, der für 25 Prozent (Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor) bis 40 Prozent (batterieelektrische Fahrzeuge) der gesamten fahrzeugbezogenen Wertschöpfung steht.

Kernergebnisse der Studie

  • Mit der EU-Flottenregulierung droht ein massiver Rückgang an Wertschöpfung und Beschäftigung in der EU. Der aktuelle Vorschlag der EU-Kommission (Automobil-Paket von Dezember 2025) bewirkt keine relevante Verbesserung.
  • Je technologieoffener die Regulierung, desto langsamer und geringer der Verlust an Wertschöpfung und Beschäftigung im nächsten Jahrzehnt. Langfristig (bis 2040) gleichen sich die Kurven an. Ein „Aus vom absoluten Verbrenner-Aus“ allein kann also die Automobilindustrie nicht retten.
  • Die gewonnene Zeit kann und muss vielmehr zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas und auch Deutschlands genutzt werden, sonst geht langfristig in jedem Fall sehr viel Wertschöpfung verloren.
  • Um in Einklang mit einer größeren Technologieoffenheit auch die CO2-Ziele der EU einzuhalten – wovon alle Szenarien in der Analyse ausgehen – bedarf es verlässlicher politischer Rahmenbedingungen und Investitionssicherheit sowie eines intensiven koordinierten Hochlaufs der Wertschöpfungskette von erneuerbaren Kraftstoffen.

Handlungsbedarf

Notwendig ist also eine Kombination aus technologieoffenerer Flottenregulierung (insbesondere Anrechnung von erneuerbaren Kraftstoffen als klimaneutral) mit investitions- und innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen am Standort. Damit lässt sich der Studie zufolge Wertschöpfung langfristig in Deutschland / Europa halten und sogar ausbauen. Das gilt umso mehr, als viel Innovations- und Wertschöpfungspotenzial auch in den hier nicht betrachteten Bereichen (z. B. automatisiertes Fahren) liegen, wofür aber ebenfalls wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen erforderlich sind.

Die vom Fraunhofer IAO im Auftrag von vbw bayme vbm, Südwestmetall und Gesamtmetall erstellte Studie soll politischen Entscheidungsträgern als fachlich fundierte Grundlage für die nun anstehenden Weichenstellungen dienen.